Vereinsgeschichte seit 1924

Ein Jahrhundert voller Mut, Mannschaftsgeist und Neuanfänge

Vom Straßenfußball auf der Theresienwiese über große Münchner Fußballabende bis zum heutigen Vereinsleben in Sendling: Das ist die Geschichte des FC Viktoria München.

Wie alles begann

Fußballbegeisterung war stärker als Arbeitslosigkeit und leere Taschen

Nach der Inflation trafen sich junge Männer aus dem Münchner Angerviertel beinahe täglich. Für das Wirtshaus fehlte oft das Geld – also spielten sie auf der Theresienwiese Fußball. Aus diesen wilden Spielen entstand der FC Viktoria München.

„Wir fieberten alle dem ersten offiziellen Spiel entgegen.“
Franz Schleifer, Erinnerung aus dem Jahr 1974
01

1924–1935

Schwarz-Rot wird zur Heimat

Das erste offizielle Spiel

Am Spieltag wurden noch schnell die günstigsten Trikots gekauft: schwarz mit roten Aufschlägen. Trotz der 0:2-Niederlage gegen die SpVgg Sendling war der Anfang gemacht – und die Vereinsfarben standen fest.

Erste Meisterschaft

Schon zwei Jahre nach der Gründung gewann Viktoria die Meisterschaft und stieg in die B-Klasse auf. Gleichzeitig wechselte der Verein an die Valleystraße.

Der Valleyplatz

Der Platz wurde sportliche Heimat und Treffpunkt. Nach Heimspielen wurde beim Filserwirt getanzt; wer die letzte Straßenbahn verpasste, ging singend zurück ins Angerviertel.

1936–1944

Große Gegner, große Abende – und eine schmerzhafte Zäsur

Kameradschaft und der Viktoria-Geist führten den Verein bis in die zweithöchste Spielklasse.

1936

Bezirksliga

Viktoria wurde zu einem der kampfstärksten Münchner Vereine seiner Spielklasse.

1942

Stadtmeisterschaft

Schwarz-Rot traf auf den TSV 1860 München und dessen außergewöhnlich starke Mannschaft.

1943

Fliegeralarm

Das Spiel gegen Bayern musste mehrfach unterbrochen werden. In einer alarmfreien Minute fiel das 3:2 für Bayern.

1944

Unterbrechung

Der Krieg zwang Fußball und Boxsport zur Einstellung. Der Verein stand vor einer schmerzhaften Zäsur.

1945–1962

Neun Spieler, ein 0:0 und unbezahlbarer Idealismus

Bereits 1945 fanden sich alte und neue Viktorianer zusammen. Bombentrichter wurden verfüllt, Zäune repariert und der Valleyplatz gemeinschaftlich wieder hergerichtet.

Beim ersten Spiel gegen den FC Hertha retteten neun Spieler ein 0:0. Einheitliche Trikots gab es nicht – aber den festen Willen, Viktoria wieder aufzubauen.

1946Neugründung der Jugendabteilung
Ende der 1950erAufstieg bis in die zweithöchste Amateurklasse
1956Deutscher Schwergewichtsmeister aus der Viktoria-Boxriege
BOXEN

Nicht nur Fußball

Viktoria machte auch im Ring von sich reden

Die von Sepp Wohlschläger aufgebaute Boxabteilung errang Münchner, oberbayerische, südbayerische und bayerische Titel. 1956 gewann Iwan Pietrov die deutsche Meisterschaft im Schwergewicht. 1958 endete die traditionsreiche Boxriege – ihre Erfolge gehören bis heute zur Vereinsidentität.

04

1963–2000

Aufsteigen, absteigen, weitermachen

Ende der Amateurligazeit

Nach Entscheidungsspielen gegen den SC Bajuwaren stieg Viktoria in die A-Klasse ab.

Rückkehr in die A-Klasse

Spielertrainer Max Gärtner führte die Mannschaft zum ersehnten Wiederaufstieg.

Aufstieg zum 60. Jubiläum

Unter Manfred Baumhackl kehrte Viktoria aus der C- in die B-Klasse zurück.

Gymnastik kommt hinzu

Das sportliche Angebot wurde über den Fußball hinaus erweitert.

„Steh auf, wenn du Meister bist!“

Nach 13 Jahren in der B-Klasse gelang unter Werner Höltl der Aufstieg in die Kreisliga.

Ein weiteres Kapitel

Der Abstieg in die Kreisklasse war kein Ende, sondern ein neuer Anfang.

2001 bis heute

Die Geschichte wird weitergeschrieben

Jugendmannschaften, Herren, Senioren und weitere Abteilungen prägten die folgenden Jahre. Aufstiege und Rückschläge wechselten sich ab – geblieben ist ein Verein, der vom Engagement seiner Mitglieder lebt.

Heute verbindet Viktoria Tradition mit neuen Angeboten und lädt Menschen aus München ein, selbst Teil der nächsten Kapitel zu werden.

Mannschaft des FC Viktoria München im gemeinsamen KreisSchwarz-Rot heute

Fortsetzung folgt

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